Wickstadt

IMG_8796_1200x800Durch die Schenkung seines Besitzes des kinderlosen Ritters v. Goldstein an den Zisterzienser Orden in Kloster Arnsburg, wird Wickstadt 1231 das erste Mal urkundlich genannt. Nach und nach gelang es den Mönchen über Schenkungen und Käufen alle Besitzungen in Wickstadt und Sternbach zu übernehmen.
Sie führten diese Landwirtschaft über Verpachtungen und ihren Laienbrüdern. Eine Liegenschaft wurden von Ihren Verwaltern und Steuereintreibern genutzt. Der heutige Carlehof. An ihn schlossen sich eine Anzahl von Scheunen an, in denen der Pachtbetrag gelagert wurde um ihn dann, wenn die Preise „gut“ waren, zu veräußern.
Ein ganz typisches Bauwerk einer mittelalterlichen Siedlung ist der Pfortenturm, gebaut im 14.Jahrhundert. Hier wurden Unterlagen und wichtige Habe verwahrt, denn die Behausungen waren immer durch Überfälle und Feuer gefährdet. Im Jahr 1792 wurde dann der barocke Umbau des Gutes abgeschlossen mit der Errichtung des „Herrenhauses“ das als Sommersitz des Bischofs dienen sollte. Deshalb ist auch im Wappen über dem Eingang die bischöfliche Mütze, die Mitra, zu entdecken.
IMG_7413-01-03 Final 2408091806 übernahmen die Grafen zu Solms-Assenheim den kirchlichen Besitz, der durch die Säkularisierung aufgelöst wurde, als Ausgleich des Verlustes linksrheinischer Besitzungen an Napoleon. Diese Besitzverhältnisse sind bis heute aktuell.1930 wurde der Reichsarbeitsdienst in Wickstadt untergebracht, der die Nidda das erste Mal begradigte.In den 60iger Jahren wurde dann zum zweiten Mal die Nidda kanalisiert und die historische Steinbrücke durch eine Betonbrücke ersetzt.

Wickstadt wird heute als landwirtschaftlicher Pachtbetrieb bewirtschaftet und steht unter Denkmalschutz als Ensemble.